(ba) Das Initiativkomitee nimmt die Ablehnung der Bildungsinitiative mit Bedauern zur Kenntnis. Gleichzeitig zeigten die vielen Gespräche, die man im Abstimmungskampf geführt habe, dass das Anliegen einer starken Bildungsqualität im Kanton Aargau von vielen Menschen mitgetragen werde, wie das Komitee mitteilt.
«Die Abstimmung hat deutlich gemacht: Viele Menschen sorgen sich um die Entwicklung der Schulen. Lehrpersonenmangel, zunehmende Belastungen und schwieriger werdende Rahmenbedingungen beschäftigen Bevölkerung, Schulen und Gemeinden gleichermassen. Diese Herausforderungen bleiben bestehen – unabhängig vom heutigen Abstimmungsresultat. Die Bildungsinitiative wollte die langfristige Sicherung der Bildungsqualität in der Verfassung verankern. Sie war bewusst offen formuliert und schrieb keine konkreten Massnahmen vor. Ziel war ein klares politisches Bekenntnis zu guten Rahmenbedingungen für Schülerinnen und Schüler sowie für die Lehrpersonen», schreibt das Komitee und ist überzeugt, dass die Diskussion der vergangenen Monate wichtig und notwendig war. Das Thema Bildungsqualität sei heute stärker im politischen und öffentlichen Bewusstsein verankert als zuvor. Diesen Druck gelte es nun aufrechtzuerhalten.
Und weiter: «Jetzt ist die Politik gefordert, endlich zu handeln. Das breit abgestützte Komitee erwartet von Regierung und Parlament, dass den seit Jahren bekannten Herausforderungen nun konkrete Massnahmen folgen. Notwendige Lösungsansätze liegen längst auf dem Tisch.» Entscheidend sei nicht mehr das Wissen um die Probleme, sondern der politische Wille, die erforderlichen Reformen konsequent umzusetzen. Kathrin Scholl: «Das Thema bleibt, es gibt noch viel zu tun!»