Ein Produkt der mobus 200px

Von Andreas Burckhardt, Möhlin

Bewertung: 5 / 5

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch 

Auge (Folge 4)
Augenerkrankungen, Augenbeschwerden = Richtiges Anwenden
Richtige Anwendung von Augentropfen und Salben
Primär müssen sie streng hygienisch gehandhabt werden (Hände vor dem Applizieren waschen) und alle möglichen Reize wie Hitze oder Augenreiben sind zu meiden.
- Die Aufbewahrungsvorschriften und Aufbrauchfristen sind genau zu befolgen (sonst kippt man sich z.B. eine geballte Ladung Mikroorganismen in ein bereits «krankes» Auge).
- Pro Anwendung wird üblicherweise nur 1 Tropfen oder ein Salbenstrang von ½ bis 1 cm in den Bindehautsack des zu behandelnden Auges appliziert. Das Unterlid wird leicht heruntergezogen, ein Tropfen eingeträufelt, dann das Auge geschlossen und einige Sekunden hin und her bewegt. Bei Kindern können die Tropfen auch im Liegen auf das geschlossene Auge in den Innenwinkel geträufelt werden. Anschliessend muss das Kind das Auge öffnen, um die Flüssigkeit im Auge zu verteilen. Bei Bedarf ist eine Checkliste bei uns in der Apotheke erhältlich.
- Die Verweildauer von Augentropfen im Auge kann verlängert werden z.B. durch Unterdrücken des Lidschlages oder durch Abdrücken des Tränenpünktchens. (Das Auge ist mit der Nase verbunden und das Zuviel an Augenwasser wird unter anderem in die Nase abgeleitet). Darum läuft uns beim Weinen auch immer die Nase, «man heult Rotz und Wasser». Dieses Tränenpünktchen befindet sich im inneren Augenwinkel (an der Nase) direkt unter dem Lid.
- Bei der Anwendung dürfen der Tropfeinsatz oder die Tubenspitze nicht mit den Händen oder dem Auge in Berührung kommen. Die Produkte müssen sofort wieder verschlossen werden.
- Beim Verabreichen von mehreren Augentropfen-Präparaten müssen zwischen den Anwendungen mindestens 10 min. liegen.
- Kontaktlinsen sind vor dem Einbringen von Tropfen normalerweise zu entfernen und mind. ¼ bis ½ Stunde nach dem Einbringen nicht einzusetzen. Bei speziellen Präparaten gelten die Vorschriften, die in der Packungsbeilage erwähnt sind.
- Manchmal werden nach der Anwendung störende Begleiterscheinungen beobachtet wie: Augenbrennen, Geschmacks- oder Sehstörungen. Wenn sie zu intensiv sind oder zu lange andauern, sollte der Rat einer Fachperson eingeholt werden.
- Diverse Allgemeinerkrankungen können Auswirkungen auf die Augen haben. Am bekanntesten ist die Retinopathie bei Diabetes (man hat ständig einen zu hohen Blutzuckerspiegel). Sie ist gekennzeichnet durch eine Verschlechterung des Sehvermögens hin bis zur Erblindung. Ihr Hausarzt wird Ihnen bei diesen Erkrankungen zu einer regelmässigen Augenuntersuchung raten. Es ist wichtig, dass Sie das regelmässig tun, nur so kann eine weitere Verschlechterung Ihres Gesundheitszustandes vermieden werden.
Bleiben Sie gesund
Ihr Team der Vinzenz Apotheke

Für Fragen sind wir immer für Sie da.
Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

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Die Flora der Frau. Foto: Sonja Wunderlin

Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Die Flora der Frau
Es beisst, es juckt, es brennt…
Die natürliche Bakterien-Flora von Vagina und Vulva kann durch Veränderung des «Klimas» von Körper und Seele ins Ungleichgewicht kommen. Man spricht dabei vom vaginalen Ökosystem. Kritische Phasen sind hormonelle Umbruchphasen in der Pubertät, Schwangerschaft und Geburt oder während des Klimakteriums sowie bei Wechsel des Sexualpartners oder nach Antibiosen.
Die sogenannten «Döderlein-Bakterien», welche bei Frauen im fruchtbaren Alter zur gesunden Scheidenflora gehören, fühlen sich gestört und können das saure Millieu in der Vagina nicht aufrechterhalten. In der Folge breiten sich gerne Pilze oder andere unerwünschte Keime aus, welche zwar latent in der Scheidenflora vorhanden sind, aber von den Döderlein-Bakterien in Schach gehalten werden und zu unangenehmen Symptomen wie Beissen, Brennen, Wundheit oder Veränderungen von Geruch und Konsistenz des Ausflusses führen. Ebenso kann es bei gestörter Flora zu Blasenentzündungen kommen.
Leiden Sie aktuell oder gelegentlich unter mindestens einem der oben genannten Symptome, möchte ich an dieser Stelle ein paar einfache Tipps zur Selbstbehandlung von Floraverschiebungen geben. Diese Massnahmen sind bewährt und helfen bei leichten Beschwerden gut. Spüren Sie keine Besserung innert zweier Wochen, so konsultieren Sie bitte eine Fachperson.

1. Betrachten Sie sich selbst, schauen Sie sich ihre Vulva selbst mit einem Spiegel an. Sollten Sie eine auffällige optische Veränderung (starke Rötung, Schwellung) entdecken, wenden Sie sich direkt an eine Fachperson. Sehen Sie eine leichte Rötung, veränderten Ausfluss oder keine Veränderung, versuchen Sie es mit folgenden Massnahmen:

2. Verwenden Sie beim Waschen nur pH-neutrale oder gar keine Seifen. Pflanzliche Tenside sind sehr hautfreundlich und reinigen ohne zu reizen (z.B. von amriza.ch). Benützen Sie keine Vaginalduschen. Tragen Sie luftige Unterwäsche und lockere Kleidung sowie möglichst keine Slipeinlagen.

3. Achten Sie auf warme Füsse und einen warmen Unterbauch.

4. Pflegen Sie den Intimbereich nach jedem Toilettengang mit einem neutralen Öl oder einem duftenden Öl mit Zusatz ätherischer Öle ein (z.B. von Weleda «Pflegeöl Lavendel»)

5. Der Klassiker zum Ansiedeln von Milchsäurebakterien und Wiederherstellen des sauren Schutzmantels: Benützen Sie über Nacht Joghurt-Tampons – in ein gutes Joghurt getauchte Tampons.

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

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Von Kai Steinegger, Möhlin

Bewertung: 5 / 5

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Spesen, Gebühren und nochmals Spesen
Über dieses Thema könnte man langsam Bücher schreiben. Mich nervt die Tendenz, dass überall und immer mehr jeder Bleistiftstrich und jede Minitätigkeit in Rechnung gestellt wird. Das ist nicht nur bei den Banken so. Auch bei Handwerkern hat die Mode Fahrspesen, Kleinmengenzuschlag usw. usw. in Rechnung zu stellen teilweise Überhand gewonnen, und bei Verwaltungen kostet bald jede Bescheinigung und Anfrage. Solche Sachen machen mich allergisch. Vor allem, wenn sie einseitig und aus meiner Sicht teilweise noch unfair sind.

Ich werde alt
Eigentlich habe ich das Gefühl für mein Alter noch recht fit zu sein und hoffentlich auch (noch) nicht zu engstirnig und zu konservativ durch das Leben zu gehen. Auch bin ich absolut nicht der Meinung, früher sei alles besser gewesen. Nun bemerke ich, dass mir meine abwägende Art, mein aus meiner persönlichen Einschätzung und Sicht noch vorhandener gesunder Menschenverstand bei Anlageentscheiden oft im Wege steht. Wieso sich Gedanken machen? Es geht sowieso alles rauf und man muss nur den richtigen Trends folgen, der bezahlte Preis spielt eine nebensächliche Rolle. Ich habe in der Theorie (und in der Praxis) noch gelernt, dass es KEIN Gratismittagessen und kein Perpetuum mobile gibt. Nun plötzlich daran zu glauben, fällt mir schwer, auch wenn man damit aktuell immer mehr zum Aussenseiter wird.

Losgelöster Immobilienmarkt
Der Immobilienmarkt entwickelt sich nicht ganz so euphorisch wie der Aktienmarkt, aber die Grundtendenz ist in den letzten Jahren auch fast nur nach oben. Nicht in allen Bereichen gleich. Teilweise sehen wir Preisausreisser, welche ich bis vor kurzem für unmöglich gehalten hätte. Die Nachfrage trifft auf ein schon grösser gewesenes Angebot. Obwohl ich bei uns erkenne, dass die Breite der Nachfrage abnimmt, reicht es immer noch, das Preisniveau in stark gesuchten Teilbereichen zu halten oder weiter anzuheben. Umso stärker und länger die Preise steigen, umso weniger können sich zukünftige Käufer Immobilien noch leisten, was irgendeinmal zu einem Boomerang werden könnte. Aber sehr viel billiges Geld sucht weiter Anlagemöglichkeiten, und damit werden wir kurzfristig kaum eine Trendumkehr feststellen. Diese wird eines Tages kommen, genau wie nach dieser gefühlt nie aufhörenden Schlechtwetterphase die Sonne wieder kommen wird.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an
oder rufen unter 062 871 66 96 an.

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Von Peter Reimann, Wölflinswil

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Von Roland Bill, Gipf-Oberfrick

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Von Franz Meier, Stein

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lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
www.advokatur-trias.ch

Ist die Bemerkung «Fickbullen» eine strafbare Beschimpfung?
Kürzlich hatte ich mich mit dem Fall zu befassen, dass sich ein Jugendlicher vor der Jugendanwaltschaft zu verantworten hatte, weil er eine Polizeipatrouille mit «Fickbullen» betitelt hatte, woraufhin ihn die Polizisten wegen Beschimpfung beanzeigten. In der Folge wurde er im Auftrag der Jugendanwaltschaft zu einer polizeilichen Einvernahme vorgeladen und zur Person und zur Sache befragt. Ich bin ihm dabei zur Seite gestanden und habe seine Interessen gewahrt – und dies vollkommen zu Recht, wie sich bald herausstellen sollte. Sowohl Jugendanwaltschaft als auch Polizei waren nämlich der Überzeugung, dass sich mein jugendlicher Klient mit seiner Äusserung strafbar gemacht hat. Eine Fehlbeurteilung, wie sich zeigte. Im Einzelnen:
Der Straftatbestand der Beschimpfung ist erfüllt, wenn jemand in anderer Weise (als durch üble Nachrede oder Verleumdung) durch Wort, Schrift, Bild, Gebärde oder Tätlichkeiten in seiner Ehre angegriffen wird. Somit geht es beim Tatbestand der Beschimpfung um Ehrverletzungen unter vier Augen oder analog auf dem Korrespondenzweg und um Ehrverletzungen in Form von Formalinjurien. Eine Formalinjurie – das heisst ein reines Werturteil – ist ein blosser Ausdruck der Missachtung, ohne dass sich die Aussage erkennbar auf bestimmte Tatsachen stützt, zum Beispiel Schwein, Luder, Psychopath, Halunke, Hure, Schmierlappen, Halsabschneider oder eben Fickbulle. Das Werturteil bezieht sich nicht erkennbar auf bestimmte, dem Beweis zugängliche Tatsachen. Dabei ist der Übergang zu gemischten Werturteilen fliessend. Ob ein reines oder ein gemischtes Werturteil vorliegt, muss aus dem ganzen Zusammenhang der Äusserung erschlossen werden. Bestimmte Ausdrücke wie «Dirne», «Schwein» oder «Verräter» können das eine oder das andere bedeuten. Als Beschimpfungen wurden auch Äusserungen bewertet, die sich ausdrücklich oder implizit an eine Tatsachenbehauptung anlehnten, zum Beispiel kein Ehrenmann, Produkt grösster menschlicher Schlechtigkeit, Strolchenfahrer, Hochstapler, Gauner. Auch wenn ein eigentliches gemischtes Werturteil vorliegt, kann eine Bestrafung wegen Beschimpfung in Frage kommen, wenn sich die Bewertung erwiesener oder für wahr gehaltener Tatsachen nicht im Rahmen des sachlich Vertretbaren hielt.
Voraussetzung für die Strafbarkeit wegen Beschimpfung ist das Vorliegen eines relevanten Eingriffs in die Ehre, das heisst der Vorwurf eines unehrenhaften Verhaltens. Nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung beschränkt sich der strafrechtliche Schutz der Ehrverletzungsdelikte auf den menschlich-sittlichen Bereich. Geschützt wird (allein) der Ruf, ein ehrbarer Mensch zu sein, das heisst, sich so zu benehmen, wie nach allgemeiner Anschauung ein charakterlich anständiger Mensch sich zu verhalten pflegt. Den Tatbestand erfüllen danach nur Behauptungen sittlich vorwerfbaren, unehrenhaften Verhaltens. Äusserungen, die geeignet sind, jemanden in anderer Hinsicht, zum Beispiel als Geschäfts- oder Berufsmann, als Politiker oder Künstler, in seiner gesellschaftlichen Geltung oder sozialen Funktion herabzusetzen, sind demgegenüber nicht ehrverletzend, solange die Kritik nicht zugleich die Geltung als ehrbarer Mensch trifft.
Die Äusserung «Fickbullen» meines jugendlichen Mandanten wäre nach dem Gesagten zwar durchaus geeignet gewesen, den Polizisten in seiner menschlich-
sittlichen Geltung herabzusetzen und ihn in seiner Ehre zu verletzen. Allerdings richtete sich seine inkriminierte Äusserung nicht gegen einen bestimmten Polizisten, sondern allgemein gegen Ordnungshüter. Äusserungen gegen Polizisten als Behörde bzw. Staatsgewalt sind aber nicht ehrverletzend, da der Staat rechtlich nicht beleidigungsfähig ist. Die Jugendanwaltschaft konnte also letztlich nicht anders, als das Verfahren gegen meinen jugendlichen Klienten zähneknirschend einzustellen.
Dieses Beispiel zeigt, dass es durchaus Sinn macht, schnell und frühzeitig juristische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dennoch möchte ich es an dieser Stelle nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, dass ich solche pauschalen Äusserungen gegenüber Polizisten für verfehlt und unangebracht halte, auch wenn sie im Endeffekt, wie im konkreten Fall, straflos bleiben. Es ist zu hoffen, dass zumindest das Strafverfahren an sich eine gewisse erzieherische Wirkung auf meinen jugendlichen Klienten gezeitigt hat.

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