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Christoph Zehnder, eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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Liegenschaftsfinanzierungen werden aufwändiger
Auch eine schriftliche Finanzierungszusicherung einer Schweizer Bank ist kein Garant, dass die Finanzierung dann auch wirklich klappt. Das mussten wir in der jüngeren Vergangenheit leider mehrere Male zur Kenntnis nehmen. Und das nicht wegen des üblichen Vorbehalts, dass alle Eigenmittel bei der finanzierenden Bank sein müssen. Sobald grössere Renovationen nötig sind, wollen einige Banken nicht nur Kostenschätzungen, sondern konkrete Offerten sehen oder kommen im Nachhinein mit Vorbehalten oder Neuschätzungen zur Liegenschaft. Ein weiterer Klassiker ist eine Finanzierung wenige Jahre vor der Pensionierung. Nach einer schriftlichen Zusage wurde ein Kunde mit einer zusätzlichen substanziellen Amortisationspflicht konfrontiert, welche er in dieser kurzen Zeit nicht stemmen kann. Dies, obwohl fast die ganze Hypothek bereits im Bereich einer ersten Hypothek lag und der Kunde bis zu diesem Zeitpunkt nicht über zusätzliche Bedingungen informiert wurde. Auch in Scheidungsfällen wird es oft richtig kompliziert, und wirklich sicher ist man erst, wenn das unwiderrufliche Zahlungsversprechen vorliegt.
Europa in der Sackgasse
Als wenn die wirtschaftlichen Probleme, die starke Verschuldung vieler Staaten und der Krieg in der Ukraine nicht schon genug wären, kommen jetzt in einigen Ländern auch noch Unruhen und Krawalle dazu. Liebe Politiker: Versprecht den Leuten nur weiter viel mehr, als ihr wirklich finanzieren könnt! Der Boomerang kommt verzögert, aber mit richtig viel Kraft zurück. Immer mehr Versprechen ohne eine nachhaltige Finanzierung führt zu immer mehr Umverteilung. Hier leidet dann vor allem der Mittelstand, welcher das irgendwann auch nicht mehr mitmacht. Einsatz und Arbeit muss sich lohnen, und man muss sich den wirtschaftlichen und demografischen Realitäten stellen, auch wenn der Mensch lieber mehr und mehr hätte.
Ausufernde Bürokratie
Genau in schwierigen Phasen braucht es den Willen und Mut, Prioritäten zu setzen und das Wichtige vom Wünschenswerten unterscheiden zu können. Immer neue Gesetze und Vorschriften in einem Detailgrad, welchen ich vor wenigen Jahren als kaum für möglich eingestuft hätte, bombardieren das Kleingewerbe. Hier müsste man endlich den Mut zu einer Deregulierung haben, und dies konsequent. Wenn der Aufwand und die daraus entstehenden Nachteile in keinem Verhältnis zum Mehrnutzen stehen, sollte in nicht systemrelevanten oder nicht gefährlichen Branchen die Regulierung massiv zurückgefahren werden. Die ausufernde Bürokratie verschärft den Niedergang Europas aus meiner Sicht zusätzlich. Das können wir uns nicht mehr leisten!
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Von Stefan Treier, Wohlen; früher Effingen
Belinda Kurtoska, B Law
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
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Scheidung im Ausland – wenn finanzielle Fragen in der Schweiz offenbleiben
Eine Scheidung im Ausland bedeutet nicht zwangsläufig, dass sämtliche rechtlichen und finanziellen Folgen einer Ehe abschliessend geregelt sind. Insbesondere bei internationalen Familienverhältnissen kann es vorkommen, dass ein ausländisches Scheidungsurteil zwar die Ehe auflöst, Fragen zur finanziellen Auseinandersetzung jedoch offenbleiben. Unter bestimmten Voraussetzungen kann es deshalb erforderlich sein, diese Fragen in der Schweiz gerichtlich klären zu lassen.
Welche Fragen können offenbleiben?
Ein ausländisches Scheidungsurteil enthält nicht zwingend Regelungen zu sämtlichen Folgen der Ehe. So können beispielsweise die güterrechtliche Auseinandersetzung oder die Teilung der während der Ehe erworbenen Ansprüche aus der beruflichen Vorsorge ungeklärt bleiben.
Nach schweizerischem Recht werden die während der Ehe bis zum massgebenden Zeitpunkt erworbenen Austrittsleistungen der beruflichen Vorsorge grundsätzlich hälftig geteilt. Bei internationalen Sachverhalten ist allerdings zunächst zu prüfen, ob die schweizerischen Vorschriften anwendbar sind und welches Gericht für die Beurteilung zuständig ist.
Auch die finanziellen Verhältnisse der ehemaligen Ehegatten können eine wichtige Rolle spielen. Um mögliche Ansprüche beurteilen und beziffern zu können, kann es beispielsweise notwendig sein, Auskünfte über Einkommen, Vermögen oder weitere finanzielle Umstände einzuholen. Ob entsprechende Auskunftsansprüche bestehen und wie diese durchgesetzt werden können, hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab.
Welche Schritte sind in der Schweiz möglich?
Bevor weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden, ist zu prüfen, welche Wirkung das ausländische Scheidungsurteil in der Schweiz entfaltet und welche Fragen noch einer Regelung bedürfen. Dabei sind insbesondere der Inhalt des Urteils, die Wohnsitze der ehemaligen Ehegatten sowie die anwendbaren Zuständigkeits- und Rechtsvorschriften zu berücksichtigen.
Je nach Ausgangslage kann ein gerichtliches Verfahren erforderlich sein, um offene finanzielle Ansprüche zu klären. Eine sorgfältige Prüfung der rechtlichen Situation hilft dabei, die bestehenden Möglichkeiten zu beurteilen und das weitere Vorgehen festzulegen.
Sollten Sie in diesem Zusammenhang rechtliche Unterstützung benötigen, stehen Ihnen die Anwältinnen und Anwälte der Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG gerne zur Verfügung. Wir unterstützen Sie bei der Beurteilung Ihrer individuellen Situation und begleiten Sie bei den erforderlichen rechtlichen Schritten.
Schriftliche Fragen richten Sie bitte an:
Ihre Anfragen werden diskret behandelt
Jacqueline Zesiger
Executive MBA HSG
CAS Palliative Care, Universität Luzern
EMR-zertifiziert
www.sanavite.ch /
Umzug ins Seniorenzentrum
Schneller als gewollt oder geplant, ist der Umzug in ein Alterszentrum, eine Altersresidenz oder Pflegeheim notwendig. Wenn der Alltag nicht mehr alleine zu bewältigen ist, stellt sich die Frage, wer unterstützt in diesem Fall. Die frühere Selbstständigkeit ruft nach täglicher Hilfeleistung, sei es in Haushalt und Administration, bei der Ernährung oder gar bei der Körperpflege.
Wenn nicht rechtzeitig der Entscheid zum Umzug gefällt wird, riskiert man, dass man nicht in die Alterssiedlung in der Umgebung oder die gewählte Residenz einziehen kann. Die schönen Studios mit nettem Balkon sind oft bereits auf Jahre ausgebucht. Wer zu lange wartet, könnte eine unschöne Überraschung erleben: Durch einen unliebsamen Sturz in der Wohnung, oder wenn Renovationen im Mehrfamilienhaus geplant sind, muss meist unfreiwillig ein neuer Wohnraum gefunden werden. Und dies kann zu einer echten Stress-Situation führen.
Anerkennen der Hilfsbedürftigkeit
Oft will man nicht wahrhaben, dass man Hilfe im Alltag benötigt. Stellt man fest, dass plötzlich alle Administration von der Tochter erledigt wird, die nebenbei auch das Essen bringt, der «Güsel-Kübel» jeweils vom Sohn heruntergetragen und die Reinigung sowie Wäsche eh schon länger von Dritten erledigt werden, ist es an der Zeit, sich einen Ort mit mehr Aktionsraum zu suchen und die Familie oder Bekannte zu entlasten. Zudem ist oft das Fernsehen, Radio oder das Mobile die letzte Aussenbeziehung, die man konstant pflegt. Gerade das Internet und die entsprechenden Apps und Tools im Mobile ändern oft. Ohne online zu bleiben, wird es schwierig, im Alltag mitzuhalten.
Vorteile Seniorenzentrum
Rechtzeitig umgezogen, wohnt man in der gewünschten Umgebung, in einer kleinen Wohnung, die einem entspricht. Ein wichtiger Vorteil ist die Entlastung aller beteiligten Helfer in der Familie oder im Bekanntenkreis. Gleichzeitig öffnet es neue Türen. Und wenn man selber noch nicht am Rollator geht – umso besser! Neue Freundschaften entstehen, und man kann sich in naher Umgebung immer wieder treffen und etwas gemeinsam unternehmen.
Ein Aufenthalt in einem Seniorenzentrum ist leider teurer als im angestammten Zuhause. Hier springt die Gemeinde ein, sofern die Finanzen nicht ausreichen. Und um die eigenen Kinder nicht zu belasten, lohnt sich eine frühzeitige Regelung der Situation.
Vorbereitung
Prüfen Sie unverbindlich, welches Seniorenzentrum in Frage kommt. Ist eine gute Verbindung der öffentlichen Verkehrsmittel gewährleistet? Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe? Empfehlenswert ist auch, das Café-Restaurant auszuprobieren, die Kleinwohnungen vorab zu besichtigen und dabei genau die Stimmung des Personals zu erspüren. Eine Luxus-Residenz ist nicht unbedingt besser als ein öffentlich geführtes Zentrum oder ein Kleinheim mit wenigen Bewohnern. Wichtig ist die Geschäftsleitung, die auch Weisungen vorgibt, welche kulturellen Werte gelebt werden, wie z.B. beim Thema Freitodbegleitung. Stellen Sie die richtigen Fragen, die für Sie wichtig sind. Jeder hat so seine Vorstellungen bezüglich Selbstbestimmung, Mitnahme der Hauskatze, Kleinmöbeln, Bildern oder Farben der Wände.
Entscheidet man sich, mit dem pflegebedürftigen Partner gemeinsam umzuziehen, sind weitere Überlegungen anzustellen. Eine Möglichkeit ist, gleich zwei Einzelzimmer zu belegen, um später nicht nochmals umziehen zu müssen, falls man traurigerweise plötzlich alleine wäre. Das offizielle Doppelzimmer wird hernach teuer zu stehen kommen oder gar nicht mehr zur Verfügung stehen. Ideal, wenn die Zimmer verbunden oder gleich nebeneinander sind.
Nicht zu vergessen ist die frühzeitige Entsorgung aller Möbel und Gegenstände, die man noch in der grossen Wohnung hat. Viele Dinge, die einem am Herzen liegen, kann man aus Platzgründen nicht mitnehmen. Künstler sind ebenfalls herausgefordert, da die Sammlungen kaum noch Abnehmer finden.
Einsamkeit im Pflegeheim
Es ist eine Tatsache, dass aufgrund der fehlenden Pflegefachkräfte kaum Zeit bleibt, bei jedem Bewohner des Pflegeheimes lange Stunden zu verbleiben. Der Entscheid, in eine Seniorenresidenz zu ziehen, wenn man noch einigermassen gut unterwegs ist, hilft, sich etwas zu integrieren, neue Freundschaften zu schliessen und im Ernstfall «inhouse» Besuch zu erhalten. Wenn man erst mit schweren Gehbehinderungen ins Pflegeheim geht, hat man weniger Chancen, vor Ort nette Verbindungen zu festigen.
Das Beste ist, sich früh mit dem «letzten Umzug» auseinanderzusetzen, und damit die Möglichkeit zu haben, sich auch spät im Leben gut einzubetten..
Jacqueline Zesiger ist Betriebswirtschafterin (Executive MBA HSG und CAS Palliative Care sowie EMR-zertifiziert) und seit vielen Jahren selbstständige Beraterin. Es ist ihr ein Anliegen, diese Tätigkeit im Rahmen von Unterstützung und Zusammenwirken auszuüben.
Für weitergehende Fragen und Unterstützung erreichen Sie Jacqueline Zesiger wie folgt:
Von Alfons Paul Kaufmann, Grossrat / Fraktionspräsident Die Mitte Aargau
Von Johann Paul Wachter, Kaiseraugst
Christoph Zehnder, eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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US-Staatsverschuldung
Die US-Staatsfinanzen haben 2026 neue Dimensionen erreicht. Die absolute Verschuldung überschritt im August 2026 erstmals die Marke von 40 Billionen US-Dollar, eine unglaubliche, aber abstrakte Zahl. Pro Einwohner sind das enorme 120'000 Dollar oder für eine vierköpfige Familie somit fast eine halbe Million. Um die Entwicklung der Staatsverschuldung etwas fassbarer und vergleichbarer zu machen, werden die Schulden häufig in Relation zur Wirtschaftsleistung (GDP) gestellt: Dort liegt die USA aktuell bei etwa 122%. Die bisherigen Höchststände lagen nach dem Zweiten Weltkrieg bei rund 119% (1945/46) und im Nachgang der Corona-Krise 2020 bei 133%. Die aktuelle Quote liegt damit nahe an den historischen Negativextremwerten der letzten 100 Jahre. Es gibt aber einen wichtigen Unterschied: Nach 1945 sank die Quote dank starken Wirtschaftswachstums, Haushaltsdisziplin und auch durch finanzielle Repression (künstlich tief gehaltene Zinsen) ab. Der Tiefpunkt Mitte der 1970er-Jahre lag bei etwa 30%. Seit den 1980er Jahren und besonders seit der Finanzkrise 2008 hingegen ist der Trend leider stark und ungebrochen ansteigend (siehe unten auch Aussagen zum Budgetdefizit).
Zinslast
Der jährliche Zinsaufwand hat die Schwelle von einer Billion Dollar mittlerweile deutlich überschritten und liegt damit nun auch höher als die ohnehin massiven Verteidigungsausgaben der USA. Vor 15 bis 20 Jahren war der Zinsdienst noch deutlich kleiner als der Verteidigungshaushalt. Relativ zum GDP entsprechen die Zinsausgaben inzwischen etwa 3,5% – ein Niveau, das die bisherigen Nachkriegshöchststände der frühen 1990er Jahre (rund 3,2%) übertrifft. Im Verhältnis zu den Steuereinnahmen beanspruchen die Zinsen inzwischen mehr als ein Fünftel der Bundeseinnahmen. Ein solcher Wert wurde historisch nur im Nachgang der hohen Inflationsphase Ende der 1970er Jahre übertroffen.
Budgetdefizit
Das Budgetdefizit bewegt sich aktuell bei etwa 1,8 Billionen Dollar bzw. rund 6% des GDP. Defizite in dieser Grössenordnung traten historisch fast ausschliesslich in schweren Krisenzeiten auf (Weltkriege, Grosse Depression, Finanzkrise 2008/09, Corona). Die besorgniserregende Besonderheit der aktuellen Phase liegt darin, dass diese extrem hohen Defizite während einer Phase relativer wirtschaftlicher Normalität und trotz niedriger Arbeitslosigkeit anfallen. Die Politiker, egal ob Demokraten oder Republikaner, sind offenbar weder willens noch fähig, die Staatsausgaben zu begrenzen.
Ausblick
Angesichts des nun schon länger andauernden Iran-Kriegs dürfte das US-Defizit derzeit wohl eher nicht kleiner werden. Die Basis der US-Staatsverschuldung ist bereits rekordhoch. Die Zinsmärkte haben auch begonnen, eine höhere Risikoprämie für US-Staatsanleihen zu verlangen, was die Zinslast weiter erhöht. Möglicherweise braucht es nur noch wenig weiteren Gegenwind, bis die Märkte diese fragile Konstellation stärker wahrnehmen als in den letzten diesbezüglich ziemlich sorglosen Jahrzehnten.
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