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Zusammen sicher in Möhlin (Leserbrief)

Von Werner Erni, Möhlin

Die grosse Mehrheit der Gemeindeversammlung sowie der Gemeinderat und die UVEK-Verkehrskommission Möhlin haben letztes Jahr auf Basis der Bevölkerungsumfrage einen richtungsweisenden Entscheid gefällt. Die Strassen sollen sicherer und damit der Gemeindeauftrag erfüllt werden. Dazu wurde ein Kredit von 350'000 Franken (davon rund ein Drittel für sowieso nötige Markierungarbeiten) gesprochen. Dieser Volksentscheid muss nun am 14. Juni nochmals bestätigt werden.

Zügig auf den Hauptverkehrsachsen, wo weiterhin maximal 50 km/h erlaubt sind und mit 30 km/h sicher in den Quartieren. Das ist wie in den Nachbargemeinden ein Schritt in die richtige Richtung, leicht verständlich und einfach machbar. Ohne wirkliche Einschränkungen und «Zeitverlust», da die Hauptverkehrsachsen nicht eingeschränkt werden. Diese Lösung ist erst noch günstiger als andere Massnahmen wie Trottoirs und separate Velostreifen. Das macht Sinn, und so ist allen gedient.

Das sah ein Fahrlehrer, der selbst privilegiert an einer verkehrsberuhigten Strasse wohnt, anders. Er hat ein Referendum angestrengt, über das wir nun nochmals abstimmen müssen. Fast täglich werden auf Möhlins Strassen im immer dichteren Verkehr gefährliche Situationen verursacht. Die deshalb wichtige Aufgabe der Prävention ist es, diese Situationen zu vermeiden. Allein im Kanton Zürich kam es 2025 zu 120 Unfällen auf Schulwegen! Tempo 30 sorgt für über ein Drittel weniger, vor allem weniger schwere Unfälle. Wer sich neutral informieren möchte, kann das beispielsweise im eidgenössischen BFU-Bericht von 2023 zur Verkehrsinfrastruktur tun. Auch fast alle Ortsparteien von links bis rechts stehen für eine vernünftige Entwicklung in Möhlin und damit zum Konzept 30/50.

Der Grundsatz, dass der Stärkere auf die Schwächeren Rücksicht nehmen soll, gilt auch hier. Gönnen auch Sie Fussgängern, Velofahrern, Anwohnern, Kindern, Älteren und Tieren mehr Sicherheit und Lebensqualität und stimmen Sie gegen das Referendum und damit Ja für mehr Sicherheit. Nicht «nur» für die ungeschützten Verkehrsteilnehmer sondern auch für Autos. Verhindern Sie massive Mehrkosten und stimmen Sie Ja. Zum Wohl von allen.